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oer Wein oder ein anderer Pflanzensaft, so müßte sie ja naß machen und, da wir uns in ihr bewegen, müßten wir ja von ihr durchnäßt nverdcn. Das ist aber nur beim Regen und dem fallenden Nebel und Schnee der Fall.
Nicht alles Flüssige macht naß. Das Quecksilber ist auch eine Flüssigkeit und hangt sich nicht an andere Körper, die hineingetaucht werden, dieMctalle ausgenommmen. Wir bemerken es nicht, daß die Luft näßt, wohl aber wissen wir's, daß der Luftzug durchnäßte Körper trocknet und ihnen die Dünste und alles Flüssige entzieht.
Wäre die Luft aber ein fester und kein flüssiger Körper, so würde für uns das Athcmholen in ihr .'den so unmöglich sein, als den Fiscben und Wasser- oewohnern, wenn sich das Wasser, in dem sie leben, so verdichtete, daß es für sie nicht mehr genügsame Lufttheilchen enthielte. In einer mehr verdichteten und zusammengepreßten Luft, könnten die schwachen Vögel und die noch schwächern, fliegenden Insekten nicht fliegen und sich mit dieser Leichtigkeit nach allen Richtungen bewegen. Wir fühlen den Widerstand, den uns feste Körper entgegenstellen, den wir aufhoben, überwinden müßten, wenn wir gehen und laufen wollten. Wie schwer würde uns bei einer mehr verdichteten Luft jede Bewegung werden!
Die Luft besteht aus unendlich feinen und noch weniger zusammenhängenden Theilen, als das Wasser. Sie fließt unmerklich aus einander, weicht nach allen

