Luft fast bis zum Zerplatzen derselben aus. Laßt man dagegen die Blase offen, so strömt die erwärmte Luft aus, die in diesem Wärmezustande, vermöge ih­rer Elasticität, einen größer» Raum einnimmt. Legt man dieselbe, von der erwärmten Luft aufgeschwellle Blase, an einen solchen Ort, daß die in ihr einge­schlossene Luft wieder erkaltet, so fällt sie zusammen.

Ihr werdet euch noch mehr wundern, wenn ich sage, daß die Luft schwer ist, oder eine gewisse, ihr eigenthümliche Schwere hat.

Da sagte Karl: lieber Dater, die Luft wäre schwer? Das kann ich mir gar nicht denken. Wer hat wohl je den Druck der Luft gefühlt, oder sich über die Last derselben beschwerr!

Nun, mein lieber Karl, du wirst nicht mehr zweifeln, daß die Lust die Eigenschaft der Schwere hat, wenn du mir aufmerksam zuhörst. Glauben ohne Beweis fordere ich von dir nicht. Einen Schnee­flocken nenne ich leickt, wenn ich ibn mit einem Tropf-

sie zum nöthigen Aufschwellen der Lunge nicht hin­reichte. Manchen stürzte Blut aus dem Munde und der Nase und verbot das weitere Aufsteigen.

Auch hat die Wärme und Kälte einen großen Einfluß auf die Elasticität der Luft, indem sie d.urch jene vergrößert und durch diese vermindert wird. Ich gebrauche, um dies augenscheinlich zu erklären, aber­mals eine Blase. Man lege eine zugebundene, trok- kcne Blase auf einen erwärmten Gegenstand, z. B. auf eine Röhre, so dehnt sich die in ihr eingeschlossene