57

jeder Srundc ändert» Abwechselnd ist ihre Gewalt und Stärke und dann tritt die Windstille wieder ein. Diese Gegend ist den Seefahrern auf dem atlantischen Meere oft höchst zuwider, da sie gezwungen werden, mehrere Tage auf einer Stelle zu bleiben. Dabei ist die Hitze auch bei einem mit Wolken bedecktem Him­mel so groß, daß das Pech am Schiffe schmilzt. Zwischen den Monaten April, bis zum September, ist die Gefahr am größten-

Aber, sagte Karl, du wolltest ja von Jamaika erzählen, wo du selbst gewesen bist. - Das will ich. Diese Insel gehört zu den wichtigsten Besitzun­gen der Briltcn. Man findet da tausend Zuckerplan­tagen und manche ist über eine Million werth. Eine unermeßliche Menge von Zucker, Kaffee und Rum u. wird von da ausgeführt. Der Handel beschäftigt mehr, als 400 Schiffe. Colombo entdeckte die In­sel 1492 und nannte sie St. Jago. Diego, sein Sohn, war auf ihr der erste Gouverneur. Sie war von den Urbewohnern ungemein bevölkert. Die grausamen Spanier wütheten, wie zerfleischende Thiere, unter den Negern und führten einen blutigen Ver­tilgungskrieg gegen sie. In etlichen Jahren waren 60,000 ermordet.

Der berühmte Cromwel ließ sie 1654 für die Dritten erobern und die Insel Jamaika nennen. In einem Erdbeben 1692 das fast der Insel eine ganz andere Gestalt gab, verloren 13,000 Men­schen ihr Leben. Es folgte darauf eine verheerende