Bewohner von Dongola.

Dar Dongola's Einwohner gehören zweien Völkern an; denn es sind entweder Barabra, oder Nachkommen der alten Äthiopier, oder Araber­stämme, welche vvnHedschas eingewandert sind. Die Zahl aller Bewohner dieses Landes steigt auf etwa 105.000. Die Araberstämme Dongola's zählt Rüppel so auf:

Kerarisch (wohnen in Badn el Hadjar, Sukot

und Dar el Mahas und sind.i.ooo Köpfe stark.

Kababisch (auf dem westlichen Ufer des Nils in Dar

Dongola.2.000

Hauanit (in den Landschaften Dabbe und Dar

Schakie). 250

Sau rat (ebendaselbst). 700

Fatmie (ebendaselbst). 500

Hunie (ebendaselbst).1.000

Ababdi (östliches Nilufer von Dar Dongola) ... Zoo

Hass« nie (von Zeit zu Zeit in den südlichen Steppen) 1.000

Bewohner Afrika'6. Nuba. 2 S 5

Da es ihnen, wie oben bemerkt, nicht an Getraide fehlt, und ste Butter, Milch, Honig und Fleisch im Überflüsse haben, könnten sie ein fröhliches, sorgenfreies Leben führen, wenn die kriegslustigen Beduinenaraber sie in Ruhe ließen. Musik und Tanz trifft man häufig bei ihnen. Die Instru­mente sind: die Handtrommel, und die Mandoline der Berbern.

Jeder Stamm besteht aus kleinen Familien, und die einzelnen Dorf- schaften sind meist von einander unabhängig. Die Gewalt, welche das politische Oberhaupt, im Vereine mit dem Groß-Fakir, ausübt, ist sehr eingeschränkt.

Die Nuba führen Sklaven, Gummi, Straußfedern, Tamarinden und Honig aus; ste besitzen selbst Sklaven, welche sie entweder gegen Getraide einhandeln, oder als Kinder von benachbarten Stämmen rauben. Tritt Mißwachs oder Hungersnoth, durch Verheerung verursacht, ein, so werden die Schwächeren oft von den Stärkeren verkauft, damit jene sich das Leben fristen können. Väter verkaufen ihre Kinder, erwachsene Brüder ihre Schwestern. Zuweilen bieten die ausgehungerten Menschen sich selbst als Sklaven oder Leibeigene an, um ihr Dasein zu fristen.