Eßbare Vogelnester.

Von den Filippinen führt man jährlich viele eßbare Vogelnester nach China und Europa aus. Die Algen dienen den Salanganen (einer Schwalbenart, der Hirunda esculenia) zum Bau dieser eßbaren Nester. Die Schwalbe frißt nämlich die frischen Tange, läßt sie einige Zeit in ihrem Magen erweichen, und wirft die so zu Gallerte gewordene Masse wieder aus, und klebt sie zur Bereitung ihres Nestes zusammen. Später werden diese Nester vonUnrath und Federn beschmutzt, in diesem unreinen Zustande, nach China geschickt, wo sie in großen Handlungen mit eigen dazu gemach­ten Instrumenten gereinigt, und darauf verkauft werden. Diese so bekann­ten indischen Vogelnester sind also fast nichts Anderes, als der aufgeweichte Sphaerodoccus cartilagineus, wozu man, bei der Bereitung, eine Menge feiner Reizmittel hinzusetzt, so daß sie dadurch den ersten Rang unter den Leckerbissen der chinesischen Tafel einnehmen.

Die Spanier in Manila.

Wenn man die Spanier von Manila, besonders das schone Geschlecht, mit ihren Landsleuten in den Kolonien Südamerika's vergleicht, findet

398 Bewohner Australiens. Bewohner der Filippinen.

oft a bis 5 Fuß lang, und gleich von der Wurzel abwärts gekrümmt. Auf der Insel Luzon sind diese Thiere fast ganz schwarz u»d sehr stark be> leibt, weil sie so vortreffliche Waide haben, haben aber so wenige Haare, daß man sie fast unbehaart nennen könnte, und keine Wammen. Sind die Büffel nicht im Dienste, so liegen oder stehen sie gewöhnlich in den nächsten Gewässern, und gehen oft so weit in dieselben hinein, daß sie nur die Schnauze über dem Wasser behalten. Man gebraucht die Büffel zum Acker­bau, zum Fahre» und Reiten, etwa so, als bei uns die Ochsen und Pferde. Wenn gleich die Büffel nur immer im Schritte gehen, und man daher mit ihnen nicht schnell weit kömmt, gewähren sie dagegen auch den großen Vor­theil, daß sie bei ihrer Stärke sehr bedeutende Lasten fortschaffen können, und fast unermüdlich sind.

Thut man diesen Thieren nichts zu Leide, so gehen sie ihren Schritt ruhig fort, und können durch die kleinsten Kinder gelenkt werden; wenn sie aber scheu werden, ist bei ihnen alles Halten vorbei; sie werfen ihre Last ab, zertrümmern Alles, was an ihnen befestigt ist, und gehen durch.

Die Milch der Büffel ist ungewöhnlich fett und wohlschmeckend, weß> halb man sie häufig trinkt. Die Hörner und Häute führt man seit der neuesten Zeit aus, und salzt das Büffelfleisch, welches ganz vorzüglich ist, ein.