Bewohner Amcrika'ö. Zndianerstammc von Oberkalifornien. 65
Wer aber geraubt, und, wider seinen Willen, durch Gewalt bekehrt worden, zu den Seinen heimkehrt, darf einer freundlichen Aufnahme bei seinem Stamme und dessen Schutzes gewiß sein.
Der Haß zwischen den unbekehrten und den bekehrten Indianern ist ungemein groß, und wird von den Misstonären, klugerweise, möglichst genährt. Den bekehrten Indianern werden die unbekehrten Indianer als Thiere, die Spanier als vernünftige Wesen und halbe Engel geschildert. Die noch unabhängigen Indianer Haffen dir spanischen Eindringlinge aus das Bitterste, und beklagen sich, sicherlich mit Recht, darüber, daß Fremde mit Gewalt, und ohne irgend einen vernünftigen Grund, ihnen den väterlichen Boden rauben, und ihnen fremde Gesetze und fremde» Glauben aufdringen wollen. Was die bekehrten Indianer durch Ackerbau und sonstige Arbeite» gewinnen, gehört den Missionären, welche das zum angenehmen Leben Nöthige davon für sich nehmen, und den Überschuß zurücklegen, damit sie für alle Fälle gedeckt seien. Alles, was die bekehrten Indianer erwerben, gehört den frommen Bätern, und die Indianer, welche früher frei waren, «he sie das Vergnügen hatten, die Bekanntschaft der heiligen Väter zu machen, dürfen sich nun glücklich schätzen, für dieses hohe Glück der frommen Väter Sklave zu sein. Als die neue Regierung vor mehren Jahren an den Überschuß der frommen Männer wollte, machten sie schnell einige Schenkungen an die sogenannten bekehrten Indianer, um sich dieselben ge- ueigt zu machen und zugethan zu erhalten, damit sie im Nothfälle im Stande seien, einer so wankenden und schwankenden Regierung die Spitze bieten zu können. Die Hauptsumme behielten sie natürlich wohlweislich für sich. In einigen der reichen Anstalten, welche mehr hergeben konnte», und anstandshalber hergeben mußten, bemerkt man unter den geborenen Indianern einige Zufriedenheit, und man findet, daß sie bequem eingerichtet, gut gekleidet, ihre Wohnungen reiulich und nett siud. In manchen Missionen aber ist das Elend groß.
Die Mission Sän Franzisko hatte im Jahre 1817 ungefähr Tausend Bekehrte, gegenwärtig aber nur noch ein Viertheil so viel. In kleinen Hütten umwvhnten die bekehrten Indianer die Gebäude der Mission. Viele dieser Hütten sind verfallen, und die, welche noch stehen, befinden sich in beklagensmerthem Zustande. Die Lage der zurückgebliebenen Indianer ist so traurig, daß sie für ihr eigenes Wohlbefinden die größte Gleichgültigkeit zeigen. Ihr«, von Rauch geschwärzten Hütten gewähren ihnen kaum einigen Schutz gegen die Witterung. Von Eicheln, von welchen die unbe-
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