zweiten sogar 2.000.000 Indianer gestorben sein.

Ein zweites Hemmniß, welches dem Fortschreiten der Bevölkerung hin­dernd in den Weg tritt, ist die Hungersnoth. Obgleich die Ureinwohner des Landes sehr mäßig sind, und nur weniger Nahrungsmitiel bedürfen, vermehrt sich doch die Volksmenge nicht im Verhältnisse mit den Nahrungs­mitteln, obgleich der Ackerbau in den letzten Jahrzehnten Fortschritte ge­macht hat, und die Menge der Nahrungsstoffe um etwas, gegen früher, vergrößert ist. Wie fruchtbar der unter schönem Himmel liegende Boden auch immer ist, sind die Indianer doch zu träge und sorglos, ihm abzuge­winnen, was möglich wäre, sondern begnügen sich nicht mehr Mais, Kar­toffeln und Waizen zu bauen, als sie für ihren Unterhalt nöthig zu haben glauben, und höchstens noch Einiges für den Bedarf der nahe gelegenen Städte und Bergwerke. Um den außerordentlichen Luxus zu befriedigen, reicht das Erzielte häufig nicht hin, und wenn nun eine zu große Dürre eintritt, und die Maisärnte dadurch verdorben wird, so tritt Hungersnoth ein, in deren Gefolge dann gewöhnlich Krankheiten erscheinen. Als 1804 , zu Ende August, der Mais erfror, sollen eine halbe Million Menschen, aus Mangel an Nahrung, umgekommen sein.

Die Pocken, welche von den Europäern im Jahre 1820 eingebracht wur­den, sollen die Hälfte der Bevölkerung aufgerieben habe». Die Pocken er­scheinen nur in größeren Jwischenräumen, es sterben aber dann besonders viele Erwachsene daran, 1763 , und vorzüglich 1779, sind viele Menschen ein Opfer dieser Krankheit geworden. Im Jahre 4779 starben in der Haupt­stadt Mesiko über 9.000 Menschen daran. 1797, als man schon viele ein- geimvft hatte, war die Krankheit nicht so gefährlich. Jn Valladolid starben

Bewohner Amerikas. Die Mestizo s. 83

dem ehemaligen Neuspanien am verbreitetste». Diese Sprache ist einsilbig, wie die chinesische.

Die Kreolen sprechen keine einheimische Sprache, sondern reden und schreiben spanisch.

Mrjikanische Pest nnd HungerSnoth.

Eine, den Urbewohnern des Landes eigenthümliche Krankheit ist der Matlazahuatl, der zwar alle Jahrhunderte nur einige Male wüthet, dann aber eine ungeheure Anzahl Menschen dahinrafft, und, merkwürdiger Weise, die Europäer verschont, während diese doch häufig vom gelben Fieber und schwarzen Erbrechen befallen werden und sterben. Der Matlazahuatl raffte besonders in den Jahren lsas, >570, mo, 1737, mi und m2 viele Leute fort. Als die erste Seuche herrschte, sollen 800.000, und an der