tuen sei. Seit vier Jahrzehnten ist das Zuckerrohr von Otaheiti, welches mehr Saft als das gewöhnliche hat, das auch kreolisches genannt wird, auf den Antillen allgemein eingeführt.

Zur Blühtezeit, welche im Monat November ist, bietet ein Zuckerrohr- feld einen überaus reizenden, schönen Anblick dar. Je nachdem die Be­schaffenheit des Bodens ist, und derselbe besser, oder weniger gut bestellt wird, erreichen die Pflanzen eine Hohe von 3 bis 8 und mehr Fuß. Ist die Pflanze reif, so erscheint das Feld als ein großer goldener Teppich, der von den Svnnenstralen durch breite Streifen vom schönsten Pnrpnrroth schattirt wird. Der Gipfel des Rohres ist schwärzlich grün, wenn er aber in Folge der großen Hitze trocknet, verwandelt sich die Farbe in rothgelb. Bon der Höhe des Rohres hängen lange, schmale, flache, fein gezähnte Blätter herab, die sich zu trennen scheinen, «meinen versilberten, zwei bis sechs Fuß hoben Stiel ansbrechen zu lassen, auf dessen Gipfel eine weißge­streifte Blume sich wiegt, deren lilafarbige feine Franzen die Spitzen um­geben.

Wenn ein solches Feld, was nicht selten der Fall ist, in Brand gcrätb, entsteht dadurch eine so schreckliche Feuersbrunst, als man sich nur denken kann. Reißend schnell greift die wüthende, zerstörende Flamme um sich, und das Alles verschlingende Feuer ist, wie schnell man auch, von allen Seiten, zur Löschung und Rettung herbeieilt, höchst selten in seinem Lause zu hemmen. Die arbeitenden Neger inmitten der Flammen, die mit Un­geduld des Ausganges harrenden weißen Besitzer, die allgemein herrschende Bewegung, Unordnung und Verwirrung, die rasche Verbreitung, das Knistern und Prasseln des brennenden Rohres, über welchem die Rauch­wolken emporsteigen, bilden einen Grausen erregenden, nicht zu beschreiben­den Anblick.

Die Thiere auf den Antillen sind von kleinem Wüchse, und der kleinste Vogel, der schönfarbige Kolibri, ist hier mit den schöngefiederte» Papagaien heimisch. Die Hausthiere sind durch die Europäer eingeführt.

Bewohner Amcrika's. Bewohner der Antillen. 8!»

DaS Zuckerrohr auf den Antillen.

Zucker liefert Wcstindien in außerordentlicher Menge. Wahrscheinlich ist das Zuckerrohr auch hier, vor der Einführung von auswärts, einheimijch gewesen, doch soll die Gattung, welche angebaut wird, aus Indien,.oder von der Küste von Afrika hiehergebracht sein. Es wird versichert, das erst l>>v6 diese Pflanze von den kanarischen Inseln nach St. Domingo qekom-