der Hand, dock sollen sie treue Freunde sein.
Aberglaube ist allgemein, besonders unter dem weiblichen Geschlechte. Man glaubt, das; alle Menschen unter dem Einflüsse eines bestimmten Sternes, welcher bei ihrer Geburt herrschte, geboren seien, und das; die Monate in geheimem Zusammenhange mit Edelsteinen stehen, welche immer eine bestimmte Eigenschaft anzeigen. Die nachstehende Übersicht gibt die
Bewohner Eurvpa's. Bewohner Portugals. 22 7
ja, das sogar im hohen Alter etwas olivengelb wird. Unter den Mägdchen auf dem Lande und bei den Töchtern der Großen, welche nach Weise des Auslandes erzogen werden, findet man etwas mehr Fleischfarbe und eine schwache Rothe, welche zu den schwarzen glänzenden Augen, und dem schönen schwarzen Haare sehr gut steht. Die Damen haben schöne, zierliche und schmale Hände, und wenn ihre Füße auch nicht so gut geformt sind, als die der Spanierinnen, sind sie doch fast bei allen klein. Ihr Gang ist nicht so zierlich schön, als der der Spanierinnen. Der bei weitem größte Theil der erwachsenen Damen hat ein feines Schnurrbärtchen, das manchen gut ansteht. Viele haben aber, was nicht hübsch ist, einen zu magern Hals. Da es hier, wie bei den Mauren im nordwestlichen Afrika, für schön gehalten wird, recht dick zu sein, so suchen die Frauen sich diese Eigenschaft durch den Genuß von recht viel Zuckerwaffer und Zuckergebackenem zu erwerben. Höchst selten trifft man alte Frauen, welche nicht häßlich find, und selbst unter den höheren Klaffen sind nichthäßliche, alte Damen keineswegs häufig. Unter den Kindern der Höheren findet man viele hübsche; die Kinder der Niederen haben in Gesichtsbildung und Hautfarbe viele Ähnlichkeit mit den Zigeunern. Bei den höheren Ständen Portugals findet man flachere, ausdruckslosere Gesichter, als unter den Leuten, welche den mittleren und unteren Ständen angehören.
Von den ruhmwürdigen Thaten, welche einst die Vorfahren verübt, sind den schwachen, trägen Nachkommen die Erinnerungen geblieben; und jetzt, da ihnen kein großer Theil der Erde mehr Unterthan ist, und sie zu schwach sind, sich halbe Erdtbeile zu unterwerfen, prahlen sie mit dem, was einst ihr Volk besaß, und sprechen immerfort von sich und dem Ruhme ihres Volkes, ohne zu bedenken, daß sie sich dadurch in den Augen des Fremden nur lächerlich machen. Zur Sinnlichkeit geneigt, sind fie zugleich reizbar und eitel, können Widerspruch nicht ertragen, und sind träge, wenn sie nicht arbeiten wollen. Die Spanier werden von ihnen seit lange gehaßt, was sich in den Worten und Handlungen der Hohen und Niederen kund gibt. Rachsüchtig, sind Portugals Bewohner schnell mit dem Messer bei
elsteine und ihren Einfluß an.
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