cifri), das Getränk besteht aus Wein und einer Art Bier, welch letztere sehr bitter ist, und dem daran nicht Gewöhnten nicht leicht mundet. Das Bier wird so bereitet, das; man Steine glühend macht, und in die Kufen wirft, in welchen sich das Malz unter vielem Wasser befindet; darauf kocht man das Gemisch, und bringt es zum Gähren. Die Steine, welche man herausgenommen, bewahrt man im Hofe des Hauses auf, bis wieder gebraut wird, und ist unbekümmert darum, ob sie unter der Zeit beschmutzt wer­den, oder nicht, sondern man wendet sie, ohne sie vorher zu reinigen, bei einem neuen Gebräue wieder an.

Kleidung.

Die Kleidung der Gailthaler hat viel Eigenthümliches und Auffallen­des, war aber in früheren Zeiten noch sonderbarer, als sie setzt ist. Die Männer haben kurz abgeschnittene Haare, grüne oder schwarze, spitzige Hüte, die aber in der neueren Zeit seltener werden, und niedrigere Köpfe erhalten. Im Sommer sind die Hüte aus Stroh, im Winter aus Filz. Um den Hals tragen Männer, wie Frauen, weisie gefaltete Krausen; der Hals ist aber sonst bloß. Über der rothen Weste sind breite grüne Trag- bänder, welche in der Mitte auf der Brust durch einen Querstreifen ver­einigt sind. Die Jacke ist braun, die langen Beinkleider reichen nur bis unter die Waden. Die Strümpfe sind aus weißer Wolle, und die Schuhe (Opanke) aus wenig gegärbtem Leder; manche tragen auch Halbstiefel. Der Schafspelz, dessen man sich im Winter bedient, heißt Kvsmata.

In Italien hat man die Tracht dieser Männer zuweilen auf den Thea­tern nachgeahmt.

Das weibliche Geschlecht trägt das Haar in langen Zöpfen, welche herabhängen, und von den Mägdchen mit rothen wollenen oder seidenen Bändern durchflvchten werden. Die Frauen tragen weite Hauben, welche hinten etwas herabhängen. Zuweilen bindet man ein schwarzes Querband darüber; die Halskrause bei den Frauen ist aus Musselin, und über dersel­ben tragen sie eine Halsschnur von Glasperlen. Der Unterrock ist gewöhn­lich roth, der Rock in der Regel grün, und die Schürze blau. Beide Klei­dungsstücke sind mit farbigen Bändern umsäumt; um den Ellenbogen hängen breite gefältelte Krausen. Im Winter wird über diesen Kleidungs­stücken noch eine braune Überjacke getragen. Wie es bei den Gebirgsbe­wohnern häufig der Fall ist, sind auch hier die Röcke kurz, und reichen nur bis auf die Hälfte des Schienbeins herab. Gewöhnlich sind die Strümpfe

Bewohner Europas. Die Gailthaler oder Silauzi. 397 nimmt seine meiste Nahrung aus dem Pflanzenreiche, und genießt selten