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mit Hede (Werrig), mit Moos oder Lehm ausgestopft. Solche Häuler sind sehr schnell fertig, und können leicht von einer Stelle an eine andere gebracht werden; ja in den größten Städten kann man auf den Märkten sich sogleich einige Häuser kaufen, die man nur aufzuladen und zusammenzusetzen braucht. Sind die Balken einmal zugehauen, so ist ein solches Haus in ein Paar Tagen fertig, und ebenso schnell kann es wieder auseinander genommen, stückweise auf einen andern Platz gefahren, und daselbst zusammengesetzt werden. Die Dächer ragen, wie in mehren Theilen der Schweiz, weit hervor, so daß sie im Sommer gegen die Sonne, im Winter gegen die Witterung schirmen und schützen. In die Balken haut man eine Öffnung, oder zwei, die nur einen Schuh lang, und einen halben Schuh breit sind. Diese Löcher vertreten die Stelle der Fenster. Inwendig ist vor diesen Löchern ein Schieber, den man zurückziehe» kann, damit der Rauch zum Zimmer hinausdringen, und Licht und Luft in die Stube her- eingelassen werden können; Schornsteine haben diese Häuser nicht. In vielen Bauernhäusern findet man seit neuerer Zeit Glasfenster. Die Wohnstube, Jsba genannt, bietet nicht viel Einladendes dar, die Wände sind schwarz von Rauch, und Schmutz und Ungeziefer sind in Meuge vorhanden. Der Tisch steht in der Mitte, Stühle sind selten: an deren Statt trifft man an den Wänden Bänke. Neben der Thüre steht in einem Winkel des Zimmers der große Ofen, der aus Steinen gemacht ist, viel Raum einnimmt, und zugleich als Herd dient. Zuweilen trifft man in einer solchen Stube einen Verschlag, in welchem die Ältern und kleinen Kinder schlafen, indessen die größeren Kinder und übrigen Personen auf dem Ofen» auf dem Fußboden, oder auf Bänken liegen. In der kälteren Jahreszeit liegt pst die ganze Familie unausgekleidet in der Nacht auf dem Ofen, und an Sonn- und Festtagen bringt man zur Erholung und Unterhaltung den Tag auf demselben zu. In einem Winkel des Zimmers, gegenüber von der Thüre, ist das Bild eines Heiligen, oder ein Glasschrank mit Heiligen angefüllt, vor denen immer eine oder mehre Öllampen oder kleine Wachslichter brennen. Sobald jemand in die Stube kommt, beugt er sich vor dem Heiligenbilde, macht über Stirn und Brust mit der rechten Hand ein Kreuz, und erst nachdem dieses geschehen, begrüßt er den Wirth oder andere anwesende Glieder der Familie. Unter dem Fußboden ist eine Ärt Keller, in welchem Gegenstände, die zur Hauswirthschaft gehören, aufbewahrt werden. In dieses Behältniß führt gewöhnlich eine Thür von der Straße, welche verschlossen ist. Neben der Stube sind gewöhnlich noch ein Paar Kammern, die man gebraucht, um Gegenstände aufzubewahren, welche

