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ein Meister wie die Andern, die zu Wein gehen und ihren Einspänner halten können; Du bist ebenso geschickt wie sie und verdientest eben solchen Kredit. Aber das Glück, das Glück, das ist es! Das wollte nie bei mir einkehren, nie! Dank, Dank, Herr Baron! Sie sollen sehen, daß ich Ar­beit liefern kann so gut wie Einer.

Der Schneidcrgesell. Seht 2hr, Meister, der gute alte Gott lebt noch! Die arge Welt mag sagen was sie will! Ihr habt stets ein gutes Herz 'gehabt; Ihr habt mich nicht von Eurer Thüre gestoßen, habt Eure Armuth mit mir Aermeren getheilt; das Wohlthun war in Eurem Hause^heimisch, so sahen es die Kinder von Euch und so übten sie es auch. .

Der Baron. Ja, das seh' ich, Ihr seid wackere

VeUte. (Er reicht Einem nach dem Andern die Hand und schüttelt sie). Wer sei-

nem Nächsten wohlthut, dem wird vergolten! Das Sprich­wort ist wahr: Wohlthun trägt Zinsen!

Meister Strack. Zu reichlich unverdient!

Die Meisterin. Der Himmel ist zu gnädig!

(Gruppe dcS Dankes und der Rührung).

Anweisung zur Darstellung.

Dieses Spiel ist nur im Zimmer darzustellen- Ein Paar spani­scher Wände nahe zusammengerückt verstnnlichen die ärmliche Woh­nung des Schneiders. An der einen Seite sitzt der Vater Strack auf seinem Tische und arbeitet. Wo es zu viele Umstände machen würde, einen wirklichen Schneidcrtisch herbeizuschaffen, da kann der Alte auch auf einer Bank sitzen. Seine Arbeit darf nicht elegant aussehen; irgend welche abgetragene Kleidungsstücke, die er ausbessert.

Unweit von ihm steht ein mit einer wollenen Decke behängter Tisch, an welchem die Mutter mit Bügeln beschäftigt ist. An der andern Seite sitzt Fricderike mit einer großen Stickerei beschäftigt.