236

ger Commodus verstattet hatte, zurück bringen wollte, umgebracht würbe, boten diese Anführer

die Kaiserkrone dem Meistbietenden an. Didius JulianuS erstand sie und nöthigte den Senat, die Wahl der Miliz zu billigen. Die Heere in den Provinzen hielten sich eben so berechtigt, die Kaiserwürde auszutheilen, als die Miliz zu Rom. Die Legionen in Pannonien gaben sie ihrem Feld­herrn Sever, das Heer in Syrien dem ihrigen Pescennius Niger, und das Heer in Britan­nien dem Alb in. Sever war so glücklich, seine Nebenbuhler zu unterdrücken. Byzanz hatte sich für den Niger erklärt, welches ihr nach dessen Ue­berwindung eine der härtesten Belagerungen, nebst dem Verluste ihrer Mauern und Freiheit, kostete.

Natur und Kunst hatten alles beigetragen, diese Stadt zu einer der festesten in den damaligen Zei­ten zu machen. Sie hatte auf der Landseite hohe und starke Mauern, die von vielen Thürmen gedeckt wurden. Auf der Seeseite hatte sie an den Klip­pen Sicherheit genug, woran der Strom in dem Bosphorus aus dem schwarzen Meere in den Pro- pontis mit großem Ungestüm anschlägt, und die Schiffe, welche sich der Seite zu sehr nähern, schei­tern macht. Eben dieser Strom macht auf der Nordseite der Stadt einen Hafen, der durch eine Kette gesperrt und noch dazu durch zwei feste Thürme geschützt wurde. Zudem waren die Mauern mit