248

nöthigte ihn zum Zuruckzuge. Der unruhige Si- meon griff 929 die Griechen von neuem an, und kam wieder bis vor die Thore von Constantinopel. Romanus gewann ihn durch Geschenke und münd­liche Unterredung, daß er heimzog und seine Waf­fen wider die Kroaten und Servier wandte, von denen er geschlagen wurde, worauf er vor Ver­druß über seine Niederlage starb. Gleich nach ein paar Jahren hatten die Griechen einen neuen Feind an den Ungarn, die damals zum erstenmal Thra­kien verheerten und Constantinopel belagerten, aber bald Friede machten.

Unterdessen war der Großfürst Igor mündig geworden und hatte die Regierung über Rußland selbst angetreten. Er wollte nun sein Heil an den

Griechen versuchen, und kam mit einer Flotte, die 10,000, andere sagen 15,000 Segel stark gewesen seyn soll, vor Constantinopel. Der griechische Ad­miral Theophanes legte stch mit seiner Flotte bei Hierus vor Anker, sah die Gelegeilheit ab, und that auf die feindliche Flotte, die sich nach dem Pha- rus und an das benachbarte Ufer hinaufgezogen hatte, einen so tapfern Angriff, daß die meiste» russischen Fahrzeuge durch das griechische Feuer in Brand gesteckt wurden. Der Ueberrest wollte sich nach den asiatischen Küsten retten, aber auch da­selbst wurde eine große Anzahl Russen, welche, Le­hensmittel zu suchen, aus Land gestiegen waren.