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zwei Monate belagerten. Bei dem ersten Stnrm wurden sie mit blutigen Köpfen abgewiesen, aber bei dem zweiten wurde die Stadt genommen, das schrecklichste Blutbad darin angerichtet und sie der Plünderung Preis gegeben, da denn, nach dem Berichte des Niceias, der sich durch die Flucht aus der Stadt rettete, keine Arten von Grausamkei­ten, Schande und Greuel auszudenken sind, welche die Lateiner nicht gegen die Griechen, ihre Weiber und Kinder ausgeübt hätten. Der Aberglaube der Lateiner hielt die große Menge von Reliquien und Heiligthümern, welche sie bei Plünderung der Kir­chen fanden, für den größten Schatz und hat da­mit viele Kirche» in Italien, Frankreich und Deutsch­land bereichert.

Bald »in wurde darauf von dem siegenden Heere zum Kaiser von Constantinopel erwählt und die eroberten Länder getheilt, davon die Venctia- ner die Insel Creta nnd fast alle übrigen griechi­schen Inseln, der Markgraf von Montferat aber Thessalien, unter dem Titel eines Königreichs, be­kam. Und so kam das morgenländische Kaiserthum zur größten, aber nur kurzen Freude des Papstes, auf seine gehorsamen Kinder, die Lateiner. Die dem Schwerte entronnenen griechischen Prinzen flüchte­ten nach Asien und errichteten neue Staaten zu Nicäa und Trapczunt; weil sie aber zu schwach waren, sich gegen die Lateiner zu schützen, suchten

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