Als Mahomed 1452, da er den Krieg tu Caramanien beigelegt hatte, mit seinem Heere an den Hellespont kam, um »ach Europa über zu gehen, diese Meerenge aber durch christliche Schiffe zu stark besetzt fand, zog er sich an dem Meere von Marmvra hinauf an den Bosphorus und setzte da einige Mei'en oberhalb Constantinopel, bei dem alten Castcll, das auf der asiatischen Seite liegt, über. Er ließ dieses Schloß ausbeffern und legte auf der europäischen ein neues Castell an, besetzte beide und sperrte dadurch die Fahrt aus dem schwarze» Meere nach Constantinopel. Den Winter blieb er hier liegen, ging im April des I453stcn Jahrs mit einer Armee von 300,000 Mann, mit 30 großen und 200 andern Schiffen vor Constantinopel und belagerte es zu Wasser und zu Lande. Das Geschütz der Türke», das von einem verlauf- »en Christen aus Ungarn commandirt wurde und davon das größte Steinkuqeln von mehr als 100 Pfund schoß, welche über das schwarze Meer hergeholt wurden, warf bald einige Thürme über den Haufen und machte hier und da Bresche in den Mauern, welche die Griechen aber des Nachts, da man nicht schoß, so gut sie konnten, wieder zumachten. Eben so wenig wollte es den Türken mit dem Unterminiren der Mauern glücken, weil die Belagerten, wenn sie unter der Erde arbeiten horten, entgegen gruben und sie mit Feuer heraus
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