kipp kehrte sich, mit Thränen im Auge, um; sein Ba- tcr nahm ihn bey der Hand und sagte: --Du siehst mein Kind, den Unterschied der Folgen von Fleiß und Faulheit; dein Gärtchcn könnte so schön wie das deines Bruders seyn; doch fehlte dir dazu guter Willen und Beharrlichkeit; denn ihr hattet gleiche Mittel, wovon aber du nicht Gebrauch machtest.«
»Lieber Vater, ich konnte ja nicht so arbeiten, wie Ernst!«
»Du willst vermuthlich sagen, du-wollte st nicht so arbeiten wie er! Warum konntest du es denn nicht? Du hast zwey Hände wie er; bist weder jünger, noch schwächer, noch kleiner wie er; gleich ihm bist du noch unerfahren; aber er hörte mit Aufincrksamkeit meinen Rath; ließ sich in dessen Befolgung, durch ein wenig Müdigkeit, nicht hindern, und erntet beute die Frucht seines Fleißes, indessen dir dein Gärtchcn nur Mißvergnügen machen muß, da es deine Trägheit und Nachlässigkeit beweist.«
Philipp mußte sich selbst gestehen, daß sein Vater
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da er wohl fühlte , das Lob zu verdienen. Er both der Gesellschaft Blumen und einige Früchte an, und auch der Vater drückte ihm seine Zufriedenheit aus, daß er seinen Rathschlägen gefolgt habe, und sich für seine Mühe jetzt durch das Vergnügen entschädigt sehe, den Gästen aufwarten und sich seiner Pflanzung freuen zu können. Dann fügte er hinzu: »Wie steht es denn mit Philipps Garten? Er empfing von mir dieselbe Belehrung, und vom Gärtner dieselben Sämereyen und Pflanzen, wie du.« Da war freylich ein garstiger Unterschied; man erblickte nichts als ein Feld voll Unkraut, unter denen weniges Gesträuch seine welken Zweige nur als Beweis der mangelnden Pflege zu zeigen schien. Phi-

