»Ich fürchte fast, daß es nicht ganz geben wird, wenigstens will ich aber trachten, die Entbehrung mit &c dnld zu ertragen, und mich zu trösten.«
»Das ist ein kluger Entschluß, Sophie: es handelt sich nur darum, ihn auszuführen. Gehe indessen mit Susanne in den Garten; ich komme mit Julien gleich nach.« Diese saß indessen in einer Ecke des Zimmers und hörte nicht auf zu schluchzen und zu weinen. Die Mutter näherte sich ihr, und ermähnte sie» sich endlich zu beruhigen, und über ein kleines Unglück, das nicht zu ändern sey, zu trösten; als aber das thörichte Mädchen nicht enden wollte, und behauptete, sie habe in nichts Glück, so verwies ihr Räthinn Hasten ernsthaft solche frevelnde Klagen, und sagte: »Glaubst du denn, es sey nicht Glück, bey einer Mutter zu leben, die dich liebt und für dich sorgt? Hast du nicht vom Himmel Gesundheit erhalten? Wirst du nicht gut genährt, gekleidet, wohnst gut, kurz dir mangelt so wenig, daß es der gröbste Undank gegen die Vorsicht ist, zu klagen, du habest kein Glück! Wenn du an Kleinigkeiten hängst, so erinnere dich, ob es dir nicht angenehm war, als du vorige Woche den ganzen Abend mit deinen Cousinen zubrach-
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Dienftmagd ein Paar Thränen in ihren Augen gewahrte , und ihr Mitgefühl für den kleinen Fritz lobte, fügte sie hinzu, »ich glaube Susan na, daß ich auch etwas um den Verlornen Ball geweint habe.«
»Recht so, liebe Sophie,« lobte sie die Mutter, »du fühltest, daß dir jenes Lob nicht gebühre, und hast es abgelehnt; ein schöner Beweis deiner Wahrheitslickc, und das Bewußtseyn derselben möge dir ein kleiner Ersatz für die cntgangene Befriedigung deiner Eitelkeit seyn. Strenge dich aber noch mehr an, und trachte auch den Verlornen Ball zu vergessen.«

