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säumt, ihre Gäste recht glänzend zu bewirthen; Madame Halter und Lottchen ließen sich es schmecken, und

selbst Helena vergaß, daß es noch nicht spät sey, und man so früh keinen Hunger haben könne; Fanny aber hatte schon so lange gehungert, daß ihr nichts anstänVig war, und Madame Hall er mußte (ihrer Vornahme entgegen) ihr Ansehen brauchen, um sie zu zwingen, we­nigstens Brod und gewässerten Wein anzunehmen. Zu­letzt ward ein großer Apfelkuchen aufgetragen, deren Anblick selbst die schlummernde Eßlust Fannys zu wc- ckcn schien. Eben wollte ihn M a r i a n n e vorschneiden, als sie ausrief: >Nein, wie man so vergessen seyn kann; jetzt fällt mir ein, daß icb den Zucker nicht hineinstreute, sondern in einer Schale sieben ließ, er muß noch in der Küche seyn.« Johannes ärgerte sich über seiner Frau Vergeßlichkeit, aber Madame Halter wie Lottchen meinten, dieser Unfall sey leicht verbessert: man brauche den Zucker nur jetzt darauf zu streuen. Fanny jedoch erklärte, nichts zu nehmen, da sie von ihren Acltern ge­hört habe, ein Apfelkuchen könne nur gut seyn, wenn man ihn während des Kochens zuckere. Dieß war für Helena eine Veranlassung zu behaupten, ein unge- zuckerter Apfelkuchen sey der Beste, und sie bitte sich daher ein Stück aus, noch ehe der Zucker käme. Verge­bens stellte ihr Marianne vor, daß dazu nur halb­reifes saures Obst genommen worden sey; Helena be­stand darauf, und würgte die essigsaure Speise, zu der selbst die eine Schale Zucker zu wenig befunden worden, und noch eine zweyte gebrachtworden war, hinab, da sie zu halsstarrig und stolz war, ihren Irrthum einzugestehen.

Nach Tisch ward ein Spaziergang ins Dorf vorge­nommen, dem beyzuwohnen Helena sich wegen ihres zerrissenen Kleides, blutiger Wange und plumpen Schu-