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»Ja, aber wer schickte Sie zu uns? der Commissair oder die Krankenhaus -Vorsteher ?«
»Mein Gott, mein Gott,--: jammerte die Arme, »so kann ich ihn nicht retten, wenn Sie mir nicht das Zutrauen schenken, mir diesen Gulden zu borgen.«
Da hörte sie eine weibliche Stimme im Nebenzimmer. »Warum so viel Schwierigkeiten, Jacob? Sie wissen, daß mein Mann niemanden Hilfe abschlägt, der sie bedarf. Gehen sie, liebe Frau, und beunruhigen Sie sich nicht wegen dieser kleinen Schuld.«
Frau Weber konnte nur, »Gott segne sie« stammeln, und eilte so schnell nach Hause, als es ihre erschöpften Kräfte zuließen.
Des andern Morgens erwachte Cecilia, welche die ganze Nacht durch herrlich geschlafen hatte, munter und aufgeweckt, unter den heitersten Gedanken. Einer der ersten war ibr gestickter Kragen, den sie Betti gab, ihn der Stickerinn zu bringen, daß sie noch heute schnell die gefundnen Spitzen ansetze, wofür sie, wie sie meinte, außer den gestern begehrten 3fl. wohl nichts fordern werde.
Als Betti zurückkehrte, fand sie Cecilia bey ihrer Mutter, und meldete ihr: »Gnädiges Fräulein, heute kann Frau Weber nichts arbeiten, ihr Knabe ist krank; ich weiß nicht, ob sie etwas für das Ansetzen rechnen wird, aber in ihrer Wohnung sieht es so ärmlich aus, daß sie gewiß thut, was Sie wollen, wenn sie nur erst Geld sieht.«
Hier unterbrach Frau v. Kolbcrt Betti mit einem unwilligen Blicke, und Cecilia sagte erröthend:

