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Zitternd und sagte: »Meine Mutter ist mit mir gekommen, daß ich Ihnen selber das bringe, was ich schuldig bin, um«-
»O Fräulein,« unterbrach sie Frau Weber, »gestern früh hätten mich die drey Gulden gerettet, jetzt brauche ich nichts mehr!« Mit diesen Worten legte sie die Geldbörse unbesehen auf das Tischchen, und Cecilia, den Dorwurf fühlend, zerfloß in Thränen.
Der Studierende tröstete die Stickerinn mit den Worten: »Beruhigen Siesich doch, fassen Sie Muth, noch ist nicht alles verloren; es ist zwar gefährlich, aber mit Gottes Hilfe, und dem Beystand dieser Damen hoffe ich ' 'ihn zu retten.«
»Beystand?! Und wenn Sie mir beystündcn, was kann man mehr thun, als Sie gethan haben, Herr Schmidt! Sie wachten die Nacht durch an seinem Lager, versetzten Ihre Uhr, um mir Geld zu verschaffen; aber geht es August besser? Gestern früh, da wäre es Zeit gewesen: aber Sie haben mir es in Ihrer Hitze merken lassen, daß keine Hoffnung sey. Mindestens habe i ch mir nichts vorzuwerfen.«
»O Herr Doktor,« rief Cecilia weinend aus, »retten Sie ihn, ich gebe alles was ich besitze; mein monathliches Taschengeld von 15 fl., meine Goldkette, alles was ich an Geschenken erhalten, o thun Sie ihr Möglichstes. Wenn ich mir seinen Tod vorwerfen müßte, könnte ich Zeitlebens nicht wieder froh werden!«
Jetzt trat auch Frau von Kolbert, die seitdem geschwiegen hatte, vor, und sagte ihre Bcyhilfe zu Allem was benötbigt werde, zu; zu Frau Weber wendete sie sich aber mit den Worten: »Was Gott thut, ist immer weise, liebe Frau, und das heutige Unglück hat Ihnen

