welche schon einige Wecken durch Krankbeit an der Be aufsichtigung der Kinder gebindert worden war, sandte gleich »ach allen Seiten die Dienerschaft aus; auch Frau lein Louisc schloß sich den Suchenden an, doch war alles Suchen vergebens. Es ging die ganze Nacht niemand zu Bette, immer in der Hoffnung, jetzt und jetzt kämen die Vermißten; Hoftatb Fräser selber durcheilte einen großen Theil der Gegend, doch auch sein Suchen war nicht mit Erfolg gekrönt.
Die Heimkunft der Kinder.
Bey Sonnenaufgang erwachten Wilhelm und Fl orcnti nc, und erkannten in der Gegend zu ihrem Erstaunen eine Wiese, die zwey Stunden weit vom Acl- tcrnhause entfernt war. Sie eilten heimzukommen und gelangten auch glücklich gegen sieben Uhr Morgens zu Hause an, wo sie beym Eintrittc gleich von den Aeltern bemerkt, und freudig in ibrc Arme geschlossen jtwrben. Dann fragte sie der Hoftatb, wie es gekommen sey, daß sie über Nacht ausgeblieben wären. Die Kinder crrötheten und verstummten anfangs, dann aber fielen sie vor dem Vater auf die Knie und bekannten weinend alles. Dieser befahl ihnen aufzustehen, und führte sie schweigend zum Frühstück, und dann in sein Arbeitszimmer, über dessen Unordnung er ihnen keinen Vorwurf machte, was sie aber um so mehr schmerzte; denn wenn man erst seinen Fehler erkennt, sind die Vorwürfe, die man sich selbst macht, die strengsten, und manches Kind glaubt oft durch Verweise seine Fehler gesühnt zu seben.
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Hause kamen. Hofrath Fräser, der immer erst spät aus seinem Amte abkommen konnte, und seine Fran,

