ist von der Gicht beinahe gelähmt.
Lange graue Haare hängen um das greise Gesicht, und die Glieder sind von den Schmerze» krunnn
gerkeit nicht ohne Spuren früherer Anmuth ist. Auch sie schweigt; aber oft dringen Seufzer und leises Gestöhn während der Arbeit aus der beängstigten Brust^ Zwei Kinder, ein Mädchen von zwölf und ein Knabe von zehn Jahren sind am Spiunrade beschäftigt, und sobald die müden Füße ein wenig ruhe», sieht der Vater verweisend nach ihnen hin; denn Ueber- maß des Elends verhärtet das Gemüth. Der Blick des Vaters und der Seufzer der Mutter treiben sie sogleich zu neuer Arbeit an.
In einer Ecke des elenden Gemaches befinden sich noch drei Kinder. Ein Knabe von sechs Jahren hält das kleine zweijährige Schwesterchen, welches an einer Brotrinde saugt, auf dem Schooß. Zuweilen schreit das Kind laut aus, wenn sein kleiner, ebenfalls hungriger Wärter versucht, von der, obgleich kärglichen Speise, etwas abzubeißen. Ein andrer vierjähriger Knabe nagt wohlbchaglich an einer Mohrrübe, die er auf dem Felde gefunden hat.
Den traurigsten Eindruck macht aber wohl die alte Großmutter, welche auf dürftigem Lager liegt, denn sie

