Handkorb vor und setzte ihn auf den Tisch. Frau Heiser hob de» Deckel auf und rief freudig erstaunt: „Ach, Kaffee! und gar Semmel eingebrockt! wie wird das der armen Alten schmecken; wie lange kam kein Kaffee in unscr Haus!" Sie »ahm einen Blechlöffcl, kostete das beliebte Getränk und fügte hinzu: „Süß ist er auch, ach, Pathc, das hat Euch viel gekostet."
„Laß gut sein," sagte Frau Kunze», „wollte Gott, ich könnte Euch Alle» etwas bringen."
Daraus trat sie an das Lager der Kranken, reichte ihr den Topf und de» Löffel und sprach: „Da, Mar- gareth, bring ich Dir eine Hcrzstärkung."
Die Alte, erschöpft, aber dennoch die freundliche Stimme ihrer Freundin erkennend, richtete sich mühsam
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„Ich war in Hirschbcrg auf dem Jahrmarkt," antwortete die Alte, „und habe etwas Band und Zwirn zuni Verkauf mitgehabt; aber freilich, es läßt sich nickt mehr viel damit machen. Es waren so viele arme Weberkinderchen mit ihrem Zwirn da, denen ich nicht gern ihr bischen Verdienst nehmen wollte. Aber ein paar Groschen habe ich doch verdient, und da habe ich denn auch an meine arme, alte Jugendgefährtin, Deine gute Mutter, gedacht."
Damit langte sie einen zugedeckte» Topf aus ihrem

