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weil sie fürchtete, daß die Mutter ungehalten werden würde, wenn sie alle die verwelkten Blüthen sähe, so raffte sie dieselben schnell zusammen und warf sie über den Zaun zwischen Disteln und Gestrüpp.

Die Lust, einen Kranz zu winden, war ihr aber noch nicht vergangen, und sie »ahm sich vor, sie wolle es heut geschickter anfange».

Als daher am Nachmittag die Schulstunden ge­endet waren, und sie die Arbeiten, flüchtig wie immer, angefertigt hatte, wollte sie hinaus in den Garten huschen. Die Mutter fühlte sich aber heut schwächer als sonst, sie bat also Jda, bei ihr in der Stube zu bleibe», damit sie gleich bei der Hand wäre, wenn sie etwas bedürfe. Eine Mutter kann, wie Ihr wißt, ihrem Kinde befehlen, was es thun und lassen soll; aber Müt­ter sind so gut und liebreich, daß sie lieber ihren Be­fehl in Bitte kleiden; ein gutes Kind weiß das aber reckt wohl zu schätzen, und fühlt sich geehrt, wenn die Mutter es bittet.

Dies zarte Gefühl hatte aber Jda nicht, und die liebevolle Bitte der Mutter war ihr unangenehm und lästig. Sie drehte sich mürrisch um und antwortete: Mein Gott, warum soll ich denn nicht hinausgehen? Das Wetter ist so schön, und wenn Du etwas willst,