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so darfst Du ja nur klingeln, und Charlotte kommt sogleich aus der Küche zu Dir."
Die Mutter vernahm mit betrübter Seele die lieblosen Worte der Tochter, und sie erwiederte im traurigen Tone: „Es wäre mir aber lieber, wenn Du bei mir bliebest. Du kannst mit mir plaudern und mich dadurch ein wenig zerstreuen und meine Gedanken von der Betrachtung über meine Krankheit abziehen. Ich bin den ganzen Tag allein, wenn der gute Vater auf seinem Bureau ist, und Du in der Schule bist; da kommen mir oft recht traurige Ahnungen." Jda setzte sich nun auf ein Stühlchen am Fenster, sah aber finster und mürrisch vor sich nieder.
Die Mutter fing einige Mal ein Gespräch mit ihr an; aber des kleinen Mädchens Antworten blieben kurz und theilnahmlos. Das war für die gute Mutter höchst schmerzlich, und da sie fühlte, daß der geheime Aerger darüber sie sehr angriff und ihren Nerven schadete, so befahl sie ihr, jetzt vor ihre» Augen fort zu gehen, und sich im Garten, oder wo sie sonst wolle, zu belustigen, sie könne ein so gefühlloses Mädchen nicht länger sehen.
Jda stand auf; sie hatte zwar das Gefühl in sich,

