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feine Seele, sei» Inneres war noch viel häßlicher als dieser garstige Körper. Bosheit und Tücke bezeichneten seine Handlungen. Alle seine Unterthanen zitterten vor ihm, und unzählige Seufzer der Beraubten, der un­schuldig Eingekerkerten und Mißhandelten stiegen wider ihn zum Himmel empor.

Seine junge Gemahlin war in Kummer und Schmerz über seine rohe Behandlung gestorben, und vergeblich hatte er bei vielen Fürstentöchtern geworben; Alle verabscheuten den Tyrannen.

Jetzt wollte er nun der Gemahl der armen, ver­lassenen Hildegard werden, die ihm längst wegen ihrer Schönheit und Anmuth gefallen hatte, und die er des­halb durch eine Kriegserklärung ängstigte, um sie sei­nem Willen geneigt zu mache».

Die arme Königin war also nun, wie gesagt, in der größten Angst und Bekümmerniß, und sie so wenig, wie ihre Freunde wußten Rath und Hülfe für sie.

Als sie in dieser großen Noth bei Menschen kei­nen Rath fand, suchte sie ihn bei Gott.

Sie nahm nach einer durchwachten Nacht ihre kleine Rosa munde an der Hand, und ging in die Familiengruft, um an dem Sarge ihres geliebten Ge­mahls zu beten. Hier sank sie auf ihre Knie, und die