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Am andern Morgen, als sie das Kind wecken wollte, fand sie dasselbe in heftigem Fieber. Es redete irre und rief laut bald ihre Mutter, bald das Neh.

Sabine schickte schnell zum Arzt, denn es war nicht des Königs Wille, daß der Prinzessin Leben ge­fährdet werde, da er von allen Seiten schon lange dro­hendes Murren über seine Grausamkeit gegen die Kö­nigin und deren Tochter gehört hatte.

Der Arzt verordnete sogleich kühlende Getränke und sorgsame Pflege. Als er aber die wundgeschlage­nen Glieder Nosamundcs sah, berichtete er empört diese Schändlichkeit dem Könige, und um nicht »och mehr Unwillen zu erregen, mußte dieser, obgleich ungern, Sabinen verabschieden.

Eine junge, freundliche Wärterin saß nun an der Prinzessin Lager, nnd bald war diese genese» und er­hielt die Erlaubniß, in den Garten gehen zu dürfen.

In den ersten Tagen begleitete sie Hanna, ihre neue Aufseherin; bald aber überließ man sie allein ihre» Spiele», und bei der ersten Gelegenheit schlüpfte sie hinaus in den Wald. Kaum hatte sie einige Wege durchschritten und mit liebender Sehnsucht an ihr Neh gedacht, da sprang es ihr entgegen. Rosaniunde um­schlang und bedeckte es mit Küssen und Liebkosungen