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Joseph erhielt von seinem Vater einen buNten Rock. Damit beleidigte Jakob doch seine andern Söhne nicht, wenigstens hatte er die Absicht nicht, sie damit zu kränken» Ein Vater hat das Recht, mit seinen Kindern nach Gutdünken zu handeln, er kann die bessern belohnen und kein Sohn hat die Macht ihm deshalb Vorwürfe zu machen. Hat er nicht Freiheit mit dem Seinen zu thun, was er will?

Es war ein Geschenk der Liebe, des Wohlge­fallens, was Joseph in dem bunten Rocke von sei­nem Vater erhielt, wofür er ihm Dank schuldig war. Sollte er's nicht annehmen, als ob es ihm nicht gut genug wäre? Eine Gabe, die vom Va­ter kommt, muß dem Kinde immer Freude machen, mehr als sie, muß ihm das liebende Herz gelten, daß sie verlieh. Wie konnte sich's der gutmüthige Jo­seph auch denken, daß sein bunter Rock den Brü- dern so viel Verdruß machen und daß er ihnen deshalb verhaßter werden würde!

Nun konnten sie kein freundliches Wort mehr mit ihm sprechen, sie waren ihm feind. Schänvlicher Neid reizte sie zu dieser feindseligen Gesinnung, die aus bitterer Abneigung wider