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Eine geraume Z^it, seit der Erzählung deS letzten Traums, war verflossen, als Jakob seinen Sohn in die Gegend von Sichem sandte, um zu sehen, wie es mit seinen Heerden und Söhnen stände. Jakob wußte es wohl, daß ihm die Bru­der nicht geneigt waren, aber daß sie hart und grausam gegen ihn verfahren würden, das traute ihnen der gute Bater gar nicht zu. Noch weni­ger glaubte es Joseph, daß sie böse Anschlage ge­gen ihn gefaßt hätten, und daß sein Leben, wie unter Räubern und Mördern, in Gefahr sey. Wie hätte er das von Brudern fürchten sollen, die er nicht beleidigt zu haben dachte, die ihm ih­re Feindschaft durch kein Warnungszeichen zu er? kennen gegeben hatten! als daher Jakob zu ihm sagte: gehe hin, und siehe, ob sich deine Brüdcr wohl befinden und gut aufführen und ob das Vieh gesund ist und bringe mir dann Bot­schaft, wie du's gefunden hast, antwortete er freudig: ich will es thun.

Joseph verließ seinen Vater und es hatte ihm picht geträumt, daß er ihn in vielen Jahren nicht wieder sehen werde. Jakob selbst ähnele den nahen Schmerz nicht, der seine Seele über den-