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War es nicht auch kindische Unklugheit und Mangel an Schonung gegen die ältern Brüder, daß du ihnen deine Träume erzähltest? was woll­test du ihnen damit sagen? leuchtete daraus nicht dein Hochmuth hervor, der dich ihnen verhaßter machte? Ehre deines Vaters Liebe und hasse die Brüder nicht, die sich an dir vergingen. Unschul­dig kann ich sie nicht nennen; aber Verzeihung muß ihnen von dir werden, denn sie waren ge­reizt, daß sie das Böse an dir begingen.

Joseph hatte aufmerksam zugehört; Potiphar hatte nach seiner Meinung recht, aber er sagte: soll ich meinen Vater weniger lieben und ehren, weil er aus Liebe zu mir schwach war? Nein, entgegnete Potiphar, aber deine Liebe und Vereh­rung gegen den Vater, soll dich nicht gehässig und feindlich gegen die Brüder stimmen, ihnen sollst du im Herzen das Unrecht vergeben und Gott preisen, der dich von der Gewalt des Todes rette­te und ein größeres Verbrechen verhütete, indem sie dich als Sclaven verkauften.

Traurig sagte Joseph: ist der Tod der Scla- verei nicht vorzuziehen? Und Potiphar erwie­derte: ich bin nicht durch die Liebe gegen dich ver-