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ten auf ein gefährliches Spiel gesetzt hatte. Das aber hätte sie früher bedenken, sich die Folgen der Sünde vorstellen, böse Begierden unterdrücken müs­sen, so durfte sie nun nicht geheime Pein leiden, von der sie um so mehr gequält wurde, da sie die Ursache derselben verbergen mußte und von Nie­mandem Trost und Mitleid erwarten konnte. Sie wollte nicht länger in Ungewißheit bleiben, Todes­qualen peinigten sie, da sie keinen Augenblick ih­res Lebens und ihrer Freiheit für sicher hielte Ihr Schicksal sollte entschieden werden, sie wollte zur Gewißheit kommen, ob Joseph ihr verziehen hät­te, oder ob er mit ihrer Bestrafung noch drohte. Als ihr Gatte abwesend war, legte sie ihren Schmuck an und ging zu Joseph, um ihm ihr Unrecht zu bekennen und ihn zu bitten, wenn er nicht verzei­hen könne, sie nach seiner Willkühr zu bestrafen.

Aber welch ein Schreck überfiel sie, als sie ins Zimmer trat, ihren Gatten erblickte, der vor Joseph stand! Als ob er die Schuld seines Verge­hens gegen Joseph auf sie laden wollte, sprach er: da kömmt sie selbst! sie muß es eingestandig seyn, daß die große Liebe gegen sie es war, die mich verblendete, daß ich dir unrecht that, Füe