hättet ihr, meine lieben, kleinen Leser, einmal sehen sollen, wie fleißig Theobald an die schwere Anfgabe ging. Aber er löste sie auch, und nun war der Jubel groß, als einige Tage vor dem Feste der Wagen der Gräfin abermals vor das Pfarrhaus zu Wiesau gefahren kam, um die beiden Freunde abzuholen. Auch Ferdinand und Nudolph reisten zu ihren Eltern, und alle malten sich die Freuden des Christfestes so schön als möglich aus, das sie bei den lieben
Ihren verleben sollten. Aber sie schieden doch auch recht schwer von der lieben Tante und dem Onkel Ubert und versprachen, gewiß auch recht gern wieder zurück zu kommen, wenn der vierzehntägige Urlaub zu Ende wäre.
Ein alter Diener der Gräfin AlvenSberg war mitgekommen, um die Knaben abzuholen. Wie viel Freude machte ihnen die Reise! Wie ganz anders war Theobald jetzt zu Muthe, als da er zum ersten Male an der Seite des
Doctors durch diese Gegend fuhr! Sie langten gerade am
Weihnachtsabend am Ziele ihrer Reise an, und durch einen kleinen Unfall mit einem Pferde hatten sie sich so viel verspätet, daß die Lichter schon in all' den bewohnten Zimmern dcö Schlosses angezündet waren, als der Reisewagcn über die Auffahrt rollte. Heut hinderte Theobald nichts mehr, seiner Mutter in die freudig geöffneten Arme zu fliegen, die
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