reichliches Futter nebst frischem Wasser und versah es von Zeit zu Zeit mit reinem Sand. Das Täubchen gewöhnte sich bald an Agnes und wurde ungemein zu­traulich und heimisch. Sobald Agnes die Thüre des niedlichen Käfigs öffnete, flog das Täubchen heraus und pickte ihr die Körnchen, die sie ihm vorhielt, aus der Hand. Sie brauchte auch das Häuschen nicht mehr zu verschließen. Das Täubchen hielt sich schon von selbst gern darin. auf.

Wenn der Morgen anbrach und Agnes noch schlief, da kam das Täubchen auf ihr Kopfkissen geflogen, weckte sie und ließ ihr keine Ruhe mehr, bis sie ausstand und es fütterte. Agnes beklagte sich bei ihrer Mutter darüber und sagte: >,Jch weiß aber schon, was ich thue, damit es mich nicht mehr im Schlafe störe. Ich werde künftig das Lhürchen des Käfigs alle Abende fleißig verriegeln, damit es am Morgen nicht heraus kann."Nicht doch!" sagte die Mutter.Lerne vielmehr von dem Täubchen früh aufstehen. Früh aufstehen ist gesund und macht einen fröhlichen Sinn. Oder müßtest du dich denn nicht schämen, wenn du träger wärest als eine Taube?" So gewöhnte sich Agnes an das Frühaufstehen.