Degen, Honigkuchen, Nüsse und Aepfel zu finden hoffte, lag weiter Nichts als — eine Ruthe.
Er erschrak und fragte: „Wo sind denn meine Geschenke?" Der Vater überantwortete ihm: „Du kannst Nichts erwarten. — Du betrübst mich durch deine Unart oft; ich kann dir keine Freude machen. — Lerne, mein Sohn, daß sich ein zänkisches, ungehorsames, leichtsinniges Kind selbst am meisten schadet. — Welche Freude hast du uns und dir heute verdorben! — Siehe diese Ruthe, sie soll dir so lange weh thun, bis du gut thun lernst."
Anton weinte sehr; aber der Vater sagte: „Wenn du so fromm und artig und gut wirst, wie deine Schwestern, so sollst du, wenn wieder Weihnachten wird, recht schöne Geschenke erhalten."
Von diesem Abende an ließ Anton seine Unarten, wurde ein gutes Kind, und Vater und Mutter beschenkten ihn am folgenden Weihnachtsabende reichlich.
Ach, wie glücklich bin ich dann, wenn ich folgsam höre guter Eltern Lehre.

