72

man Trasch heißt. Dieses befestigt man an den Stäben, ver­mittelst der Baumseile, die sich an den wilden Feigenbäumen (Ficus indica) finden. Diese natürlichen Seile entstehen aus einer Art Bast, der in Menge oben an den Aesten jenes Bau­mes heraus wächst. Sie hängen 30 bis 40 Fuß lang herunter, und wenn sie den Boden erreicht haben, fassen sie in der Erde Wurzeln. Sie sind zähe und biegsam und ganz geeignet zum Anbinden.

An einem Sonntag nach der Predigt wurde den Negern nahe an'S Herz gelegt, was eS für eine große Wohlthat für ihre Kinder wäre, wenn sie auch nur ein solches Negerhaus hätten, worin sie unter Aufsicht wären, und wo sie gleich in ihrer frühe­sten Jugend zum Lernen und Beten angehalten werden könnten. Das fand allgemeinen Beifall. Es wurde vorgeschlagen, ein jeder Mann soll einen Pfosten bringen, eine jede Frau eine Stange, ein jedes Kind einige Stäbe und recht viele Baumseile.

Wie freute sich der Missionar, als er gleich am Montag Morgens vor Anbruch des Tages, durch das Getöse geweckt wurde, mit welchem zwei große Pfosten in den Hof vor der Haus­thüre hingeworfen wurden! Massa! hieß es, hier sind Pfosten für's Schulhaus! Die Neger wetteiferten mit einander; ein jeder wollte den schönsten Pfosten bringen, der zu der Thüre oder einer