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alle unsre warme Kleidung hervorsuchen mußten, und die Kinder zum erstenmal im Leben froren. Sie wußten sich aber das Ge­fühl des Frostes an den Fingern gar nicht zu erklären, und klag­ten nur, daß sie die Hände brennten.

3. Der Sturm.

Am 10. April erhob sich Nachmittags plötzlich ein Sturm aus Nordwest, so daß in unsrer Kajüte alles durch einander ge­worfen wurde. Ich brachte die Kinder eilig in ihre Kojen, wo sie vor den herumrollenden Gegenständen am sichersten waren. Vor jede Koje wurde noch zur Vorsicht ein schuhbreiteö Brett fest gebunden, damit die Kinder beim Hin- und Herschwanken des Schiffes nicht herausfallen konnten. Es ging sehr durch . einander, und das Schiff machte so starke Bewegungen, daß mehrmals die kleinen Kisten, auf denen die Kinder saßen, ehe ich dieselben zu Bett gebracht, so schnell sammt ihnen auf die entgegengesetzte Seite der Kajüte fuhren, als ob sie auf einem Schlitten einen Berg hinab führen.

Da der Sturm gegen die Nacht immer stärker wurde, em­pfahl ich in der Dämmerung, da wir allein waren, mich und meine liebe Kindergemeine in einem Gebet den allmächtigen Hän­den unsers barmherzigen Helfers, und wurde darauf durch die kindlichen Aeußerungen der lieben Kleinen in meinem Vertrauen