gegen Abend der Sturm zunahm, die Kinder aber keine Gefahr zu ahnen schienen, ermähnte ich sie, doch ja vor dem Einschlafen den lieben Heiland um Seinen Schutz und Hülfe für diese Nacht anzuflehn; hierauf begann eine Scene, die ich nie vergessen werde. Die drei ältesten Kinder beteten jedeö einzeln laut, auf eine so kindliche rührende Weise, daß mein Herz ganz zerfloß, und auf die Erhörung dieser Bitten fest trauen konnte. Während eines betete, falteten die andern andächtig ihre Hände. Ach wie hätte ich gewünscht, daß die lieben Eltern dieser Kinder alle hätten zu­gegen sein können! Nie, nie werde ich diese Stunde vergessen. Sie erzählten sich auch, waS sie jeden Abend dem lieben Heiland im Gebet vortrügen: daß Er uns vor Seeräubern bewahren wolle; daß Er das Schiff halten wolle, damit es nicht umschlage. Auch zur glücklichen Landreise empfahlen sie sich schon Seinem Schutz. Ein Knabe erzählte, wie er neulich den Heiland um etwas gebeten, wie Er ihn aber erst erhört habe, als er zum

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können, dem lieben Vaterlande um 150 Meilen näher gebracht. Der Kapitän glaubte die Hälfte der Reise zurückgelegt zu haben, und wir glaubten, daS Schwerste der Reise sei überstanden; allein wir täuschten uns; denn wir hatten noch einen Sturm auszu­halten, der an Heftigkeit die frühern noch übertraf.

Schon den 14. April Nachmittags fing der Wind so heftig an, daß die Kinder wieder in die Kojen gebracht werden mußten. Als