112

Pumpernikel einem langen Schwarzbrod unter dem Arm, und einem Korb Kartoffeln, herauf steigen sahen, wurden sie zu­traulicher und hießen ihn gar herzlich willkommen!

Den 27. April segelten wir bei Helgoland vorbei. Wir hat­ten jetzt nur schwachen Wind. Die in Menge um uns herum kreuzenden Fischerboote, mit ihren vielfarbigen Segeln, gewährten einen herrlichen Anblick. Unser Schiff in vollen Segeln nahm sich zwischen ihnen aus, wie eine Henne mitten in der Herde ihrer Küchlein.

Den 28sten gegen 10 Uhr konnten wir bei Kur Hafen die Anker fallen lassen. Da wir ziemlich nahe am Lande geankert hatten, begrüßten die Kinder das liebe Vaterland mit lautem Jubel.Ach, das schöne Vaterland! O wie schön!" riefen sie immerfort. Kapitän Schmidt, welcher eine halbe Stunde vor uns von St. Thomas abgesegelt war, hatte vor einer halben Stunde hier vor Anker gelegt; wir hatten ihn aber vom ersten Tage der Reise an nie wieder gesehen; er hatte einen andern Kurs als wir genommen; sein Schiff hatte aber von den Stür­men weit mehr Beschädigung erlitten, als das unsrige. Um 2 Uhr kamen die Herren Aerzte an unser Schiff. Ehe sie aber dasselbe bestiegen, wurden unserm Kapitän 32 Fragen, den Ge­sundheitszustand der Reisenden, und was überhaupt die Reise betraf, vorgelegt. Als er alle beantwortet hatte, mußte sämmt-