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Obgleich die Negerkinder sich früh entwickeln, so sind doch ihre Fortschritte nicht mehr bedeutend von der Zeit an, daß die geregelte Arbeit beginnt, weil dabei der Geist ganz nicht thätig zu sein nöthig hat. Der Neger wird zu jeder Arbeit maschinenmäßig geführt, und hat also weit weniger zu denken, als der Landmann bei uns. Doch sind eS vorzüglich die noch heidnischen Neger, die in eine Art von Stumpfsinn versinken.
Die Heiden, alt und jung, sterben auch in einer gänzlichen Fühllosigkeit dahin, ohne Furcht und Angst. Die christlichen Neger sterben auch sehr ruhig; aber zugleich mit großer Freudigkeit , und mit der Versicherung, daß sie zum Heiland kommen.
Leider kommt der Fall sehr oft vor, daß solche junge Neger, die als Kinder sehr fromm und hoffnungsvoll gewesen sind, in den folgenden Jahren in entsetzlichen Leichtsinn gerathen. Eine etwa zwanzigjährige Tochter befand sich auch in diesem Falle, und machte damit ihren Eltern großes Herzeleid. Plötzlich wurde sie anders. Sie suchte die Missionare wieder aus, bekannte mit heißen Thränen ihre Abweichung, und wurde als ein Verlornes, aber wiedergefundenes Schaf wieder der Heerde der Christen zugezählt. Sie war damals noch in der Fülle ihrer Gesundheit. Aber schon acht Tage hernach ward sie krank, bekam eine schnelle Auszehrung, und war nach vierzehn Tagen eine Leiche. Der Herr eilte mit ihrer Seele, um sie der Gefahr vor Rückfällen ganz zu entreißen.
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