daran noch jetzt, nach zwanzig Jahren, unbeschreiblich lieblich für mich ist.
Rückte nun die Adventszeit heran, so brachte sie auch in das äußere, gewöhnliche Leben in Grönland neue Freuden, besonders für uns Kinder, wie sie innerlich unsere Herzen auf den Anblick der wahren Freudensonne vorbereitete. Da war eS manchmal ein neues schönes Kleidungsstück, welches meine Mutter in Arbeit hatte, und welches sie bei meinem raschen Einstürmen in die Stube vor meinen neugierigen Blicken eben so eilig als unbemerkt zu verbergen suchte, oder eine kleine Malerei meines Vaters für die Christnacht, die mir Eure Bilderbogen, die ich nicht hatte, ersetzen sollte, oder ein Schiff, eine Armbrust, ein Schreibepult, was ihm seine unvergeßliche Liebe zu mir, zum Geschenk zuzurüsten, eingegeben hatte. Ich durfte nichts vorher sehen, und hatte es doch schon halb gesehen; und dieß ließ mich um so mehr mit Ungeduld den Freudentag herbei wünschen, an dem alle diese Liebesgaben theurer Eltern vor mir ausgebreitet liegen würden!
7. Die Christ nacht.
Endlich kam die langersehnte Christnacht. Zu Mittag fing daö Festleben an. Da bekam ich daö eben fertig gewordene Kleid von buntem Zeug, welches meine Mutter selbst zugeschnitten hatte; und so durfte ich meinen grönländischen Pelz mit einem

