fes wach geworden. Frau Schärf und ich zogen sie an, so gut es sich in der Eile thun ließ. Wir schrieen in der Todesangst zu unserm Herrn um Hülfe, und forderten auch die Kinder auf, den Heiland anzuflehen, sich unsrer zu erbarmen. Noch treten mir die Thränen in die Augen, wenn ich an daS kindliche und zutrauliche Gebet denke, das diese Unmündigen auS dem Herzen zu Gott unserm Heiland schickten, um Errettung auS solcher Todesgefahr.
Unterdessen wurde der Lärm und die Unordnung auf dem Schiffe erschrecklich. Alles schrie durch einander. Es hieß: „wir sind verloren!" Niemand wußte, was er thun oder lassen sollte. Der Kapitän befahl zu pumpen, und das Wasser im Schiffe zu messen. Der Obersteuermann kam alsobald mit dem Wassermaß in unsre Kajüte, um bei unserm Lichte zu sehen, wie viel Wasser wir im Schiffe haben; denn oben war kein Licht mehr vorhanden. Als ich ihn beim Wegeilen fragte, zuckte er die Achseln, und wollte erst nicht mit der Sprache heraus. Endlich vernahm ich
185
Schiff, daß daS Wasser nicht sogleich eindringen konnte. Ein Stoß folgte nun mit Schnelligkeit auf den andern; Furcht und Angst bemächtigte sich Aller; und da wir ungefähr vier Meilen vom Lande waren, so schien unsre Rettung vor Menschen Augen unmöglich.
Die Kinder waren durch daS Rütteln und Krachen des Schis

