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siere den Haber und Heuvorrath auf dem herrschaftlichen Hofe und im Gasthofe mit Gewalt weg. Starke Durchzüge von Ko- sackcn folgten, unter Anführung des Fürsten Platow, der sich aber gar freundlich benahm.
In der Nacht verkündete daS fast ununterbrochene Krachen des schweren Geschützes und der vom Brande von Bischofs- werda, geröthete Horizont, das Vordringen der französischen Armee. Lieferungen für das Lazareth in Bautzen und Forderungen aller Art drängten sich in diesen Tagen unaufhörlich.
Man sah nun deutlich, daß es leicht in dieser Gegend zu einer blutigen Schlacht kommen könnte; man beschloß daher am 13. Mai die Kinder der beiden Missionsanstalten in Gottes Namen seitwärts in Sicherheit zu bringen. Sie zogen mit ihren Vorgesetzten, 106 Personen an der Zahl, zu Fuß nach Milkel, einem drei Stunden von Klcinwelke gegen Norden gelegenen Gute des Grasen von Ein siede!, das ihnen der Verwalter freundschaftlich als Zufluchtsort angeboten hatte.
Kaum waren sie fort, so wurde eS immer unruhiger im Orte. Viele, zum Theil schwer verwundete Flüchtlinge zogen durch. Die Forderungen wurden immer ungestümer. Man wagte kaum mehr zu Bett zu gehen. Denn es kamen immer neue Züge, und daS Erpressen artete nach und nach in völliges Plündern aus.

