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Die Fastenzeit in der die Russen gerade damals lebten, vermehrte sehr die Verlegenheit bei ihrem Durchzuge. Denn sie wollten Mittags, Abends und am andern Morgen nichts als Fische, und drohten im Weigerungsfall mit den entsetzlichsten Folgen. So mußte man einmal mitten in der Nacht aus einer Entfernung von drei Stunden einige Zentner Karpfen herbeischaffen.
Es schienen aber auch die rohesten von diesen Kriegern vor dem Namen GotteS Ehrfurcht zu haben. Ein armer Mann in der Nachbarschaft, der auch einen Soldaten bekam, konnte demselben nichts als Kartoffeln vorsetzen. Der Soldat warf sie auf den Boden. Da rief der Bauer in seiner Angst: „Ach HErr Jesus Christus! was soll ich machen?" Und nun las der Russe die Kartoffeln wieder auf, und verzehrte sie ganz ruhig und zufrieden.
Bald brachen in der Umgegend die Krankheiten und Seuchen auö, die gemeiniglich die Folge von großen Heerzügen sind; Kleinwelke aber blieb damit verschont.
Im April zog Kaiser Alexander und der König von Preußen in Bautzen ein, und man fing an zu hoffen, es habe nun keine Gefahr mehr. Aber den 11. Mai kamen die ersten Schreckensberichte von dem Rückzug der russischen und preußischen Armee. DeS folgenden Tageö nahmen 50 russische Küras.

