Wcllm, das Geheul des SturmS und das Krachen des Schiffs war in der Kajüte so fürchterlich anzuhören, daß ich nicht im Stande bin, eö zu beschreiben. Auf dem Verdeck konnte keiner den andern sehen und hören. Dreimal schlugen die Wellen so gewaltig über das Schiff, daß ein Theil des Geländers wegge- rissen wurde.
In der Nacht auf den 30. Oktober, da wir nichts als den unvermeidlichen Untergang des Schiffs vor Augen sahen, und der Kapitän mir ankündigte, daß wir wohl alle bald unser Leben in der See einbüßen würden, weckte ich die Kinder, die sich, unbekannt mit der Gefahr, schlafen gelegt hatten. Ich forderte
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bald am Ziel unserer Reise zu sein. Selbst der Kapitän sprach die Vermuthung aus, daß wir vielleicht schon am 31. Oktober in Kopenhagen anlangen könnten.
Allein der HErr hatte es anders beschlossen, und wollte unser Vertrauen auf Ihn noch mehr prüfen.
Am Listen brach ein heftiger Sturm aus Süden los. Das Schiff mußte sogleich gewendet, und dem Wind und den Wellen überlassen werden. Abends schlug unter fürchterlichem Krachen eine Sturzwelle über das Schiff, welche beinahe die auf dem Verdeck befindliche Mannschaft hinweggefühct hätte. Mehrere Tage hatten wir nun mit wenigen Unterbrechungen einen außerordentlichen Orkan zu bestehen. DaS Brausen und Toben der

