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Bild besonders lieb. Sie zeigte eS unter anderm einer Freundin des Hauses, mit der sie gern zu thun hatte, und sagte dabei: „Siehe an den Weg, der verschlossen war; den hat der Heiland aufgethan!" Ein anderes Mal nahm sie selbst einen Freund bei der Hand, führte ihn zu einem Bilde des Gekreuzigten, und sagte zu ihm: „Erkläre mir doch dieses Bild'!" Als er es gethan hatte, sagte sie weiter: „Komm, beten!" Dann fiel sie auf ihre Knie nieder, und betete sehr beweglich.
Ihren Vater liebte sie sehr; und oft, wenn sie zu ihm kam, mußte er das Lied von Terstcegcn mit ihr singen, das gerade damals in Sachsen bekannt worden war: „Gott ist gegenwärtig; lasset unö anbeten, und mit Ehrfurcht vor ihn treten!"
Einst fragte sie ihre Mutter: Wo bist du gewesen? Sie antwortete: Bei dem Heiland und beim Papa. Ei, sagte die Gräfin, wie kannst du denn bei dem Heiland gewesen sein? Ja, erwiederte sie, der Papa hat mit ihm geredet. — Sie hatte ihn im Gebet angetroffen.
Wenn man sie zuweilen über einen Fehler erinnerte, und sagte, der Heiland werde sich darüber betrüben, so war sie gleich tief bewegt, fiel auf ihre Knie, und ohne dazu angehalten zu werden, bat sie den HErrn und alle, die im Zimmer waren, um Vergebung.
Fragte man sie: Hast du den Heiland lieb? — so pflegte sie

