Das Kapland, das so reich ist an Produkten, hat doch nicht immer Zeiten deS UcberflusseS. Im Gegentheil verursacht die große Dürre, die oft viele Monate, ja selbst Jahre lang anhält, und Bäche und Flüsse austrocknet, leicht eine große Theurung. Auch wird die Erndte bisweilen durch Brandkorn und Rost vernichtet. Da muß man sich denn mit einer knollenartigen Wurzel behelfen, welche die Größe eines Kürbisses hat. Diese wird in Asche ge­röstet , zu Mehl gerieben, und dann zu Brod gebacken. Ehemals war dieß das allgemeine Brod der Hottentotten. Nun aber sind sie schon so an Waizen- und Gerstenbrod gewöhnt, daß sie das Wurzelbrod nur in der Noth essen. Bei den Kaffern ist es noch gebräuchlich.

In Zeiten des Mangels ißt man auch die Landkrebse oder Krabben. Die haben beinahe die Gestalt einer Spinne. Wenn sie abgesotten sind, sehen sie roth aus, wie unsere Krebse.

Aber auch Heuschreckenbrod läßt man sich in Südafrika gefallen, wenn man sonst nichts hat. Die Heuschrecken erschei­nen gemeiniglich zu Anfang Septembers. Sie sind von grauer Farbe und etwa einen kleinen Finger lang. Wenn sie im Flug

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Landbau benützen; und die Söhne jenes Landmanns fahren oft mit Wagen, die von den Zebra gezogen werden.