165
langen, welches auch geschah. Indessen wirkten die schnell angewandten Mittel so heilsam, daß eö doch gerettet wurde. Aber in dem gebissenen Bein blieb von da an eine Schwächung und Lähmung.
Die Frau eines Missionars hörte einst ihr vierjähriges Knäb- chen auf eine ganz ungewöhnliche Weise im Hofe lachen. Sie sieht nach, waö das Kind habe, und wie erschrickt sie, alö sie neben demselben die Hauskatze erblickt, und gegenüber eine Nachtotter von grauer Farbe, eine von den giftigsten Schlangenarten. Das Kind neckte die Schlange mit einem kleinen Stecken; die Katze aber focht mit ihrer Tatze so geschickt für daS Kind, daß die Schlange ihm nicht zu nahe kommen konnte. Die Katzen haben eben eine wunderbare Behendigkeit, die Schlangen mit der Tatze zurückzuschlagen. Die Mutter rief um Hilfe und cS kamen schnell Leute herbei, welche die Schlange erlegten.
Diese artige Anekdote hat zu einem Bilde und auch zu einem Liedchcn den Stoff gegeben, die ihr beide weiter unten finden werdet. Die leichte und muntere Sangweise deö Liedes, werdet ihr mit Vergnügen benützen.
Zu den Feinden des Menschen in jenem Lande müssen wir auch die giftigen Spinnen zählen. Ihr Biß ist so schädlich, daß man für mehrere Tage des Verstandes dadurch beraubt werden kann.

