den! sollst mich behalten, will dir schöne Lieder vorsingen und mit dir lachen und weinen in Freud und Leid."
„Beileibe nicht!" versetzte Hanschen. „Wenn der Vater uns zusammen hörte, schlug' er mich todt und würfe dich vielleicht an die Wand, daß du aus einander gingst."
„Vater soll uns nicht hören!" sprach Violine. „Du weißt wohl, daß er von jetzt an bis Sonnenuntergang im Wirthshause sitzt und trinkt. Komm! nimm mich und den Bogen, und geh mit uns in den Wald. Am Bach, wo die Erlen flüstern und die Nachtigall singt, da will ich dich lehren, was du thun mußt, damit ich auch singe."
„In Gottes Namen denn!" rief Hanschen entschlossen, „ich will alles thun, was du verlangst."
„Und ich, was du willst," sprach Violine.
' „Topp!" rief Hänschen! langte auch noch den Bogen herunter, und lief in den Wald an den Bach.
„Willkommen! willkommen!" murmelte d'er Bach. „Willkommen! willkommen!" rauschten die Erlen und flüsterten die Blumen. „Kukuk!" rief der Kukuk; „ein neuer Musikant! —

