so weinte und schluchzte, stimmte die Violine an der Wand leise, leise mit ein. — AIs HänS- chen das hörte, wurde es ihm immer wehmüthiger ums Herz, und er und die Violine weinten wohl eine ganze Stunde zusammen, so daß Hanschen schon glaubte, sie würden ihr Lebelang nicht mehr aufhören.
Indessen: alles nimmt einmal ein Ende, Lachen und Weinen! und so sing denn auch erst die Violine an, leiser zu schluchzen — Hanschen machte es eben so, und nach einiger Zeit hatten beide zu weinen aufgehört. Was aber Hans- chen nun für eine Liebe für die Violine empfand — das isthar nicht mit Worten zu sagen! — Er rückte sich einen Stuhl an die Wand, langte die Violine herab, und begann sie von Staub und Schmutz zu reinigen, brachte auch die vierte Saite, welche am feinsten singt und die Quinte heißt, und die der Vater in Gottesnamen hatte hängen lassen, wie sie gesprungen war, wieder in Ordnung, zog sie auf, und stimmte so lange, bis
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sie den rechten Ton angab. Dann küßte er die Violine, und wollte sie wieder an ihren Platz hangen. Violine aber flüsterte leise und traulich: „Hanschen, du guter Junge! will bei dir blei-

